Lernschwierigkeiten bei Traumata

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Lernschwierigkeiten im Unterricht mit Schwerpunkt Trauma

Eine große Aufgabe, der wir uns als KursleiterInnen im Bereich Deutsch als Zweitsprache neben der reinen Sprachvermittlung stellen müssen, ist es, zielgruppenadäquat Unterricht zu gestalten, der neben der  reinen Sprachvermittlung auch die oft besonderen und sensiblen Lebenswelten der Teilnehmenden berücksichtigt. Lernschwierigkeiten sind u.a. auch auf Traumata von Menschen zurückzuführen und bedürfen der rechtzeitigen Erkennung, um das Lernen entsprechend gestalten zu können. Auf diese große Herausforderung wollen wir mit dem neu konzipierten Kursangebot reagieren und freuen uns, Euch/Ihnen mitteilen zu können, dass das SprachHaus vom BAMF die Zulassung erhalten hat, eine Additive Zusatzqualifikation für Lehrkräfte unter dem Titel „Lernschwierigkeiten im Unterricht mit Schwerpunkt Trauma“ anzubieten.

Teil 1 und 2 der Fortbildung sind theoretisch ausgelegt: Hier soll es um Definitionen, Ursachen, Symptome  und Folgen von Traumatisierungen gehen, sowie um die gesetzlichen Rahmenbedingungen von traumatisierten Kursteilnehmenden.

Teil 3 der Fortbildung fokussiert das Unterrichtsgeschehen selbst – hier soll die theoretische Grundlage aus den ersten Teilen in die Praxis überführt werden. Dabei stellt nicht nur der Unterricht selbst Inhalt dar, sondern auch die Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Örtlichkeiten, in denen der Sprachkurs stattfindet.

Teil 4 wird sich mit der Beratung der Kursteilnehmenden, insbesondere der Verweisberatung beschäftigen.

Der abschließende Teil 5 der Fortbildung beinhaltet sowohl eine Reflexion der Fortbildung als auch die Umsetzungsmöglichkeiten in Eurem/Ihrem Berufsalltag, Maßnahmen der Selbstfürsorge, Techniken der kollegialen Beratung und Unterstützung.

In allen Teilen der Fortbildung werden wir zum einen verstärkt mit Selbsterfahrungen arbeiten. Zum anderen – und dieser Aspekt ist für uns sehr zentral – geht es immer um die Möglichkeiten, die wir als Lehrkräfte in der Arbeit mit traumatisierten TeilnehmerInnen in den Sprachkursen haben, aber zugleich auch um die Grenzen dessen, was wir als Lehrkräfte leisten können. Denn: Auch nach dieser Fortbildung können wir eine fachliche und professionelle psychische und psycho-soziale Hilfe nicht ersetzen! Ein wesentlicher und die Fortbildung übergreifender Aspekt ist es daher, wie wir uns als Lehrkräfte vor einer Überforderung schützen können, um selbst gesund zu bleiben, und von welchen Institutionen wir eine adäquate, professionelle Unterstützung erhalten können.

Den genauen Stundenplan und die Abfolge der Unterrichtseinheiten erhalten die TeilnehmerInnen mit der endgültigen Bestätigung der Anmeldung.

Für die Anmeldung bitte folgendes Formular ausgefüllt an uns senden:

Bei Fragen zu den Inhalten der Fortbildung könnt Ihr Euch/können Sie sich aber auch an das Büro des SprachHaus wenden:

Overstolzenstr. 15
50677 Köln
0221 - 80145156
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.sprachhaus.com

Wann finden die Kurse statt?

Die Fortbildung umfasst insgesamt 32 Unterrichtseinheiten (à 45min + Pausen) und findet an folgenden Terminen statt:


Frei 

Traumafortbildung 1

Freitag 15.11.2019 Unterrichtszeiten: 17:30 Uhr - 20:00 Uhr

Samstag 16.11.2019 Unterrichtszeiten: 08.30 Uhr - 16.00 Uhr

Samstag 23.11.2019 Unterrichtszeiten: 08.30 Uhr - 16.00 Uhr

Freitag 29.11.2019 Unterrichtszeiten: 15:00 Uhr - 19.00 Uhr

Samstag 30.11.2019 Unterrichtszeiten: 08.30 Uhr - 16.00 Uhr

 

Wo finden die Kurse statt?
SprachHaus, Overstolzenstr. 15, 50677 Köln

Wie hoch sind die Kosten?
Die Kosten betragen pro TeilnehmerIn für die gesamte Fortbildung 450 Euro. Allerdings erstattet das BaMF aktiven Kursleitenden in Integrationskursen 400 Euro rückwirkend! Das heißt – unterm Strich – belaufen sich die Kosten auf 50 Euro.

Die Kostenerstattung ist an folgende Voraussetzungen gebunden:

  1. Eine zugelassene Lehrkraft muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende der ZQ den Nachweis von mindestens 300 geleisteten UE in Integrationskursen des Bundesamtes / ESF-BAMF-Kursen / DeuFöV-Kursen erbringen.
  2. Eine Rückerstattung kommt nur in den Fällen in Frage, in denen die Kosten nicht bereits von anderer Seite (z.B. BA, Jobcenter, Kursträger) übernommen worden sind.

Achtung: Sollten Sie in der Vergangenheit schon an einer Traumafortbildung (das Vorgängermodell vom BAMF) teilgenommen haben, werden Ihnen die Kosten für diese Zusatzqualifikation nicht erstattet.

 

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